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ERSA Handlöttechnologie

Der professionelle Anwender einer temperaturgeregelten Lötstation muß heute neben einem vernünftigen Preis-/Leistungsverhältnis vor allem auch auf folgende signifikante Eigenschaften seines Lötwerkzeuges achten:

   
1. Exakte Regelung
2. Hoher Leistungsgrad
3. Effizienz des Systems
4. Reproduzierbare Lötergebnisse
5. Kalibrierfähigkeit
6. Ergonomie
 
   
Diese Gesichtspunkte spielten die wesentliche Rolle bei der Entwicklung der NEW DIMENSION Produkte von ERSA. Darüber hinaus bietet ERSA zum jeweiligen Anwendungsfall das passende Produkt mit dem optimalen Preis-/Leistungsverhältnis.
 
1. Exakte Regelung
Je präziser die Anforderungen an ein bestimmtes Temperaturniveau an der Lötstelle werden, desto mehr Wert muß der Anwender bei der Auswahl seines Lötwerkzeuges darauf legen, daß er wirklich mit einem geschlossenen Regelkreis arbeitet. Zur Temperaturregelung kann man sich entweder physikalischer Effekte bedienen oder mit einem geschlossenen Regelkreis arbeiten. Ein physikalischer Effekt ist zum Beispiel die Temperaturregelung durch die magnetische Eigenschaft einer ferro-magnetischen Legierung um ihren Curie-Punkt (eine bestimmte Temperatur) bei Beaufschlagung mit Hochfrequenz. Systeme, die physikalische Effekte ausnutzen, sind jedoch nur bedingt genau, da sich der Curie-Punkt bzw. die Arbeitstemperatur der jeweiligen Spitze nicht exakt definieren läßt. Falls man jedoch erhöhten Anforderungen genügen will, und dies ist im Zuge sich durchsetzender internationaler Qualitätsstandards immer mehr der Fall, muß man sich folgenden ERSA-Grundsatz zu eigen machen:
 
  Nur wer exakt misst, kann auch exakt regeln und nur wer exakt regelt, kann exakt löten.  
   

Was dies bedeutet, zeigt eindrucksvoll der Systemvergleich verschiedener Heizund Regelsysteme in Abbildung 1.
Die Notwendigkeit, mit einem Sensor möglichst nahe an der Lötspitze zu messen, ergibt sich aus den Grundlagen der
Regeltechnik. Je näher die Messung an der Lötstelle liegt, desto schneller funktioniert die Regelung. Bei einem System mit Außenbeheizung (A) muß die komplette Masse der Lötspitze abgekühlt werden, bevor ein Wärmeverlust gemessen wird. Bei Curie-Punkt-Heizsystemen (B) ist es systembedingt unmöglich, die erforderliche Prozeßkontrolle zu gewährleisten, so lange eine Temperaturmessung nicht erfolgt. Die ERSA SENSOTRONIC Innenbeheizung (C), bei der das hochwertige K-Typ-Mantelthermoelement so nah wie möglich an der Lötstelle untergebracht ist, bietet überragende Vorteile bezüglich einer sehr schnellen Wärmenachführung. Sie kommt somit aufgrund der geometrischen und physikalischen Systemeigenschaften
dem regelungstechnischen Optimum am nächsten.

Abb. 1: Gegenüberstellung der unterschiedlichen
Heiz- und Regelsysteme

 
2. Hoher Leistungsgrad  

Insbesondere beim Löten großer Lötstellen ist es entscheidend, daß die Temperaturregelung den Wärmeabfluß durch entsprechende Wärmezufuhr möglichst verzögerungsfrei ausgleicht. Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Lötgeräten besitzen sämtliche ERSA NEW DIMENSION Lötstationen die einzigartigen PTC-Heizelemente (Positiver Temperatur Coeffizient). Die gegenüber der Nennleistung ca. dreifach höhere Anheizleistung bewirkt ein schnelles Aufheizen. Dadurch werden kurze Anheizzeiten und das effektive Arbeiten mit einer unglaublich niedrigen Löttemperatur möglich gemacht.

A

Abb. 2 zeigt einen Temperatur-/Leistungsvergleich eines keramischen PTC-Heizelementes zu einem herkömmlichen

3. Effizienz des Systems
Die ERSA Lötstationen arbeiten nach dem Prinzip der Innenbeheizung, welches eine geringstmögliche Verlustleistung bedingt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen mit Außenbeheizung fließt die im Heizkörper erzeugte Wärme fast ausschließlich in die Lötstpitze. Hierbei ist die Reaktionszeit so gering, daß herkömmliche Standardlötspitzen aus Kupfer diesem extremen Wärmefluß nicht standhalten könnten. Die ERSADUR beschichteten Dauerlötspitzen des ERSA Tech tool sind aus Silber gefertigt. Dieser Werkstoff besitzt höchste Wärmeleitfähigkeit und steigert die Effizienz der innenbeheizten ERSA Lötkolben nochmals.

4. Reproduzierbare Lötergebnisse
Die internationalen Qualitätsstandards erfordern heute von jedem Anwender reproduzierbare Arbeitsbedingungen, d.h.,
daß die eingestellten Prozeßparameter eines Gerätes auch dann innerhalb gewisser Toleranzen beibehalten werden müssen, wenn ein Werkzeugwechsel vorgenommen wird. Übertragen auf das Löten bedeutet dies, daß beim Wechseln einer Spitze, sei es durch Verschleiß oder durch Einstellung des Gerätes auf einen neuen Anwendungsfall, die einmal gefundenen Einstellwerte an der Lötstelle reproduzierbar wiederholt werden müssen. Diese Forderung kann jedoch nur durch einen geschlossenen Regelkreis verwirklicht werden, der unabhängig von der thermischen Masse des Anwendungsfalls äußerst schnellen Wärmenachschub
gewährleistet. Diese Hauptbedingung für reproduzierbare Lötergebnisse wird von allen SENSOTRONIC und Fuzzy-Logic
Lötstationen von ERSA eindrucksvoll erfüllt.

5. Kalibrierfähigkeit
Bei den verstärkten Qualitätsbedürfnissen heutiger Industrieanwendungen sind Kalibriervorgänge nicht mehr wegzudenken. Fast alle ERSA Lötstationen geben dem Anwender die Möglichkeit, den Arbeitspunkt der Lötstation immer wieder in die durch die Prozeßvorschrift vorgegebenen Toleranzfenster einzustellen. Notwendig ist die Übereinstimmung von Ist- (gemessener Temperatur an der Lötspitze) und Soll-Temperatur (gewünschte Arbeitstemperatur) sicherzustellen.

6. Ergonomie
Größtmögliche Leistung, kleinstmöglicher Griff, kürzestmöglicher Abstand zwischen Griff und Lötstelle, geringes Gewicht und geringe Grifftemperatur sind die Anforderungen an ein modernes Lötwerkzeug. Die ERSA Lötkolben Micro tool, Tech tool und Power tool entsprechen diesen Forderungen geradezu ideal. Sie sind in ihren Abmessungen mit die kleinsten und leichtesten am Markt und haben ein unübertroffenes Leistungsvermögen.

Kraft und Intelligenz von Innen - der Schlüssel zum Erfolg

Es ist der Ansporn der ERSA Entwickler, daß ein Lötwerkzeug leicht wie ein Füllfederhalter in der Hand liegen muß.
Selbstverständlich muß dieses Lötwerkzeug bestes Wärmenachschubverhalten und Regelgenauigkeit erfüllen.

 
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