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1. Den Lötkolben für die Wärme  
 
 
Um das Lot zum Schmelzen zu bringen, ist Wärme erforderlich. Sie zu liefern, ist Aufgabe des Lötkolbens. Je nach Lötstelle und verwendetem Lot werden Temperaturen von 200- 450°C benötigt. Für den Feinelektronik-Bereich liegt die übliche Temperatur zwischen 250 und 350°C. Um für jeden Lötzweck die richtige Temperatur zu haben, ist die Wärmeleistung des Lötkolbens maßgeblich. Entweder man wählt einen, der im gewünschten Temperaturbereich liegt oder man entscheidet sich für eine regelbare Lötstation.  
 

2. Die Lötspitze für den Wärmetransport vom Heizkörper zur Lötstelle

 

Form, perfekte Wärmeleitung, makellose Beschaffenheit und zuverlässige Beständigkeit für die technischen Voraussetzungen, aber auch für das notwendige ”Fingerspitzengefühl” sorgen. Deshalb kann man bei der Wahl der Lötspitze gar nicht anspruchsvoll genug sein. Die Lötspitze ist das eigentliche ”Herzstück” des Lötkolbens. Sie ist verantwortlich für den Wärmefluß vom Heizelement über das Lot zur Lötstelle. Je nachdem, welcher Lötkolben verwendet wird, was und wie oft gelötet werden soll, stehen unterschiedlichste Lötspitzenarten zur Verfügung. Die wichtigsten Gruppen sind vernickelte Kupferlötspitzen, zunderfeste Lötspitzen und ERSADUR-Dauerlötspitzen. Letztlich entscheidet Beschaffenheit und Qualität der Lötspitze über Erfolg oder Mißerfolg der Lötung. Sie muß durch die richtige Form, perfekte Wärmeleitung, makellose Beschaffenheit und zuverlässige Beständigkeit für die technischen Voraussetzungen, aber auch für das notwendige ”Fingerspitzengefühl” sorgen. Deshalb kann man bei der Wahl der Lötspitze gar nicht anspruchsvoll genug sein.

 
 
3. Das Lot für die Verbindung

 

 

Legierung

Flußmitteltype Schmelzpunkt/ -strecke Anwendung
1. L-Sn 60 Pb 1.1.2 (F-SW 26) 183°C - 190°C 1.-3. für allgemeine Lötarbeiten in
Elektronik und Elektrotechnik
1.+3.besonders gut für
ERSADUR-Dauerlötspitzen
4. speziell für SMD-Technik
geringer Flußmittelgehalt
für rückstandsarmes Löten
2. L-Sn 60 Pb 38 Cu 2 1.1.2 (F-SW 26) 183°C - 190°C
3. L-Sn 63 Pb 37 1.1.3 (F-SW 32) 183°C eutektisch
4. L-Sn 62 Pb 36 Ag 2 1.1.3 (F-SW 32) 179°C eutektisch

ERSA Weichlote für die unterschiedlichsten Anwendungen

Metallische Bindemittel, meist in Form eines Drahtes oder einer Stange aufbereitet, gibt es in unterschiedlichen Legierungen und Zusammensetzungen. Weichlote bestehen meist aus einer Mischung von Zinn (Sn) und Blei (Pb). Zusatzstoffe können Antimon, Kupfer, Silber, Zink und Cadmium sein. Die Zusammensetzung der Legierung entscheidet über Schmelztemperatur und physikalische Eigenschaften der Verbindung. Die in der Elektrotechnik am häufigsten benutzten Lote sind die Legierungen L-Sn 63 Pb bzw. L-Sn 60 Pb.

 

4. Das Flußmittel für die Kontaktfähigkeit

 

Damit sich Lot und Metall möglichst intensiv miteinander verbinden können, werden Flußmittel eingesetzt. Sie sorgen für eine metallisch reine Oberfläche der zu lötenden Teile, befreien von Oxiden sowie löthemmenden Verunreinigungen und verhindern die Bildung von neuem Oxid beim Löten. Bei Flußmitteln unterscheidet man zwischen säurehaltigen (für Installateurarbeiten) und säurefreien Produkten (für Elektrik und Elektronik). In der Elektrotechnik verwendet man meist Röhrenlote (Lötdrähte)
mit einer oder mehreren Flußmittelseelen, im Installationsbereich sowie Kühlerund Karosseriebau in der Regel Stangenlote.

 

 

5. Sicheres und sauberes Arbeitsumfeld

 

Bitte beim Löten beachten:
  • Die Atemzone liegt sehr dicht am Lötgeschehen und das Lot wird mit der Hand zugeführt. Dies birgt die Gefahr der Kontamination von Atemluft und Händen bzw. Dingen, die angefaßt werden. Flußmitteldämpfe können gesundheitsschädlich sein und sollten aus der Atemzone ferngehalten werden. In Räumen, in denen gelötet wird, sollte weder gegessen, getrunken noch geraucht werden. An den Händen haftende Bleispuren könntenüber Lebensmittel oder Zigaretten in den menschlichen Organismus geraten. Nach dem Löten die Hände sorgfältig reinigen. Lötabfälle sind Sondermüll gehören nicht in den Hausmüll.

Merke: für gutes Löten kommt es auf den richtigen Lötkolben, eine saubere Lötstelle, eine einwandfreie Lötspitze, das geeignete Flußmittel und Lot, sowie auf die richtige Lötzeit an.

 

 

 
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